Von der Kunst einer „fairen“ Kündigung

Geschätzter HR Verantwortlicher

Vor rund fünf Monaten haben Sie mich zusammen mit meiner Vorgesetzten zu einem Gespräch gebeten. Die Vorahnung einer Kündigung, hatte ich schon länger mit mir herumgetragen. Nach dem Arbeitsbeginn meiner neuen Chefin vor einem Jahr, gab es zunehmend Spannungen und Missverständnisse. Etliche Gespräche über unterschiedliche Konzepte, Arbeitsweisen und wegen unserer Konflikte, brachten nicht die erhofften Resultate. Es zeichnete sich ab, dass eine von uns die Firma verlassen musste. Nach 15 Jahren Firmenzugehörigkeit war die Kündigung für mich ein harter Schlag. Ich wusste, dass es auf dem Stellenmarkt für mich nicht einfach werden würde. Zudem plagten mich die Schuldfrage und starke Gefühle des Versagens. Ich war froh, dass Sie mir die Kündigungsgründe klipp und klar darlegten. Ebenfalls wusste ich, dass es kein zurück gibt und dass ich meine Kräfte durch eine Freistellung voll für die Stellensuche einsetzen konnte. Der letzte Arbeitstag war für mich alles andere als einfach. Ich bin Ihnen heute noch dankbar, dass Sie das Team und die Belegschaft transparent über die Trennung informierten und dass ich mich noch persönlich bei den mir wichtigsten Arbeitskollegen/innen verabschieden konnte.

Dass Sie mir ein Outplacement bei out&in Baden anboten, fand ich übertrieben. Ich wusste doch, wie ich zu einer neuen Stelle komme! Dass ich jedoch drei Wochen auf mein Zwischenzeugnis warten musste, hat mich dann schon geärgert. In den ersten vier Wochen während meiner Freistellung spürte ich zunehmend, dass die Stellensuche im stillen Kämmerlein schwierig würde, zumal meine letzte Stellensuche schon sehr lange zurück lag. So nahm ich meinen Mut zusammen und vereinbarte bei out&in einen Termin für ein Kontaktgespräch. Heute bin ich froh, dass ich das Outplacement annahm, denn durch die regelmässigen Sitzungen, das Erarbeiten einer Strategie und von professionellen Unterlagen, kam ich wieder in Schwung und wurde zu einer selbstbewussten und kompetenten Bewerberin. Nach einigen Absagen fand ich meine heutige Traumstelle, was ich mir in den ersten Wochen nach der Kündigung in keiner Weise vorstellen konnte.

Mit einem herzlichen Dank und Gruss

Ihre ehemalige Projektleiterin

Susanne