«Alt bin ich wenn, .....» 5 Antworten und 3 Theorien

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«Alt bin ich wenn, .....»

Was sagen Sie zu dieser simplen Frage?

Hier einige Antworten aus unseren Seminaren:

....meine Neugier erloschen ist,
....ich den Fahrausweis abgeben muss,
....ich mich mehr über Vergangenes unterhalte als über die Gegenwart und die Zukunft,
....die Bank mir keinen Kredit mehr gibt,
....ich nicht mehr mobil genug bin, um dorthin zu gehen, wohin mich die Lebenslust treibt.

 «Im Alter soll und darf ich mich zur Ruhe setzen!» Diese Haltung, dass ich nun Platz machen soll für die Jungen, mich zurückziehen muss/kann aus der Arbeitswelt, der Gesellschaft und der Politik: Sie erinnert vielleicht an unsere Grosseltern, welche teilweise Berufe ausübten, die mit einer grossen körperlichen Belastung verbunden waren und für die die Perspektive auf die Ruhebank sitzen zu können eine Erlösung war. Geprägt war diese Generation auch von der «Disengagement- Theorie» nach Cumming & Henry, 1961. 

«Man ist so alt wie man sich fühlt», ein Lebensgefühl, hinter dem sich auch ein Altersbild verbirgt. Die beiden Soziologen Kuypers & Brengston haben 1973 den Social Breakdown- Ansatz entwickelt, welcher zum Ausdruck bringt, dass der soziale Austausch entscheidend zur Befindlichkeit im Alter beiträgt und die Gesellschaft ein Altersgefühl bewirkt, je nachdem welche Rolle dem Alter zugeschrieben werden. 

Viele der heute angebotenen „Anti-Aging“ Produkte versprechen uns, den Alterungsprozess aufhalten zu können, damit auch die äussere Hülle mit dem innerlich gefühlten Alter übereinstimmt.

«Das Alter ist nur eine Zahl in meinem Pass»

Das SOK Modell (Selektion, Optimierung und Kompensation, Baltes & Baltes, 1989) lenkt den Fokus auf Lebensbereiche mit weiterhin schönen, befriedigenden Erfahrungen. Das SOK Modell propagiert die Optimierung dessen, was noch gut funktioniert im Alter und schafft durch Kompensation einen Ausgleich zu allem, was nicht mehr so leicht fällt. 

Dadurch entsteht die Freiheit, vieles wegzulassen, was gar nicht mehr nötig ist und sich durch geschickte Selektion auf das Wesentliche zu konzentrieren. 

 

In meinem nächsten Blog finden Sie das aktuelle Alterskonzept «Aktiv Aging»

SusanneAlter