Wenn der «Wind of Change» weht... 5 Tipps für ein erfolgreiches Veränderungsmanagement

Foto: Sylt; M. Dörflinger

Foto: Sylt; M. Dörflinger

Veränderungen sind inzwischen zum Alltag geworden. Kaum ein Unternehmen hat in den letzten Jahr nicht reorganisiert, auf Grund von veränderten Marktbedingungen neu ausgerichtet oder wegen der Digitalisierung Change Prozesse initiiert. Trotz dieser vermeintlichen Routine im Umgang mit Veränderungen gehen aktuelle Studien (z.B. Change-Fitness-Studie 2018 von Mutaree) davon aus, dass mehr als drei Viertel aller Change Projekte scheitern. Woran liegt das und wie könnten Sie dies verhindern?

1.    Nehmen Sie sich genügend Zeit, die aktuelle Situation zu analysieren

Welche veränderten Marktbedingungen oder Kundenbedürfnisse machen beispielsweise eine Neuausrichtung der Unternehmung nötig und welche Schritte in Richtung Ziel wurden bereits gemacht? Eine klare Analyse des Ist-Zustands ist zwingend notwendig, um ein klares Bild davon zu haben, wie gross die Lücke zum Soll-Zustand ist und welche Ressourcen dazu voraussichtlich nötig werden.

2.   Definieren Sie den Zielzustand so genau als nötig und so realistisch als möglich

Die Notwendigkeit einer Veränderung ist den Initianten des Changes- meist die Geschäftsleitung und/oder das obere Management- oft klar. Aber was genau soll erreicht werden? Besteht beispielsweise die Notwendigkeit, die Führungskultur an die neuen Gegebenheiten anzupassen, so soll sie die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden fördern. Doch was heisst das konkret für das betreffende Unternehmen und woran wäre zu erkennen, dass die Führungskultur sich in die richtige Richtung entwickelt? In der Regel sind solche grundlegenden Veränderungen nicht rasch zu erreichen, sondern brauchen Zeit. Hier macht es Sinn, das Gesamtziel in Zwischenziele zu unterteilen und so einen Fortschritt messbar zu machen. 

3.   Suchen Sie nach geeigneten Strukturen und Prozessen für den Ablauf des Change Prozesses

Wird ein neues Produkt eingeführt ist es selbstverständlich, ein Projektteam zu benennen und einen Projektplan zu erstellen. Meilensteine zu setzen, Verantwortlichkeiten zu definieren und Ressourcen bereitzustellen ist auch bei einem Veränderungsprojekt von zentraler Bedeutung. Ist dies nicht der Fall, so besteht das Risiko, dass die Idee nicht vorangetrieben wird und schon bald von der nächsten dringenden Idee überholt wird.

4.   Koordinieren Sie wo immer möglich verschiedene Change Projekte, damit sie sich nicht gegenseitig behindern

Auf Grund der zunehmenden Geschwindigkeit und Häufigkeit der Veränderungen ist es nicht mehr möglich, ein Change Projekt nach dem anderen abzuwickeln. Damit steigt vor allem bei den Führungskräften die Wahrscheinlichkeit, mehrere Change Projekte parallel stemmen zu müssen. Werden beispielsweise neue Prozesse eingeführt besteht ausserdem noch die Herausforderung, die alten Strukturen eine Zeit lang parallel weiter laufen zu lassen, bis sich die neuen etabliert haben. Hier hilft eine klare Kommunikation und Koordination, um die Kräfte zu bündeln und die Ressourcen sinnvoll einzusetzen.

5.   Stellen Sie als Unternehmen sicher, dass genügend Change Know-How vorhanden ist

Insbesondere die Führungskräfte des mittleren und unteren Managements haben oft wenig Erfahrung mit Veränderungsprozessen und stehen den zusätzlichen Herausforderungen relativ unvorbereitet gegenüber. Auch wenn es kein Patentrezept für erfolgreiches Change Management gibt, so helfen gewisse Tools und Methoden den Führungskräften den Prozess besser zu verstehen und adäquater reagieren zu können.

Falls Sie mehr zum Thema Führung im Change Prozess erfahren möchten, lesen Sie unseren Blogbeitrag, der Ende April erscheint.

Bis dahin wünschen wir Ihnen den richtigen Wind für Ihre Veränderungsprojekte.