Vom Schönwetter Kapitän zum Allwetter Skipper – 5 Tipps zur Führung im Change Prozess

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Stehen in Ihrem Bereich grössere Veränderungen an? Sollen Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeitenden durch einen Change Prozess begleiten und wissen nicht, worauf Sie achten sollen? Hier ein paar Tipps aus unserer Praxis bei der Begleitung von Veränderungsprozessen:

1.    Vorbildfunktion & Authentizität

Bleiben Sie authentisch. Ihre Mitarbeitenden werden Sie in stürmischen Zeiten noch genauer beobachten als sonst. Wenn Sie den Veränderungen kritisch gegenüberstehen dürfen Sie dies auch kommunizieren. Hüten Sie sich allerdings vor pauschalen Aussagen im Stil von «das haben sie jetzt schon 10 Mal versucht und es hat noch nie geklappt» und begründen Sie möglichst konkret und sachlich was Sie stört.  

 

2.   Kommunikation & Feedback

In Veränderungssituationen wird oft nicht kommuniziert, weil noch nicht alles klar ist. Dadurch besteht das Risiko, dass sich die Mitarbeitenden aus den wenigen Informationen, die sie haben ihre eigene Wahrheit erschaffen. Auch wenn Sie noch nicht alle Details kennen, versuchen Sie regelmässig zu informieren und sich dabei auch die Rückmeldungen Ihrer Mitarbeitenden anzuhören. Das fördert das Vertrauen und hilft unsichere Situationen auszuhalten.

 

3.   Umgang mit Widerstand & Emotionen

Veränderungen rufen oft starke Emotionen hervor, mit denen Sie als Führungskraft umgehen müssen. Gerade wenn Mitarbeitende verunsichert sind neigen sie zu Widerstand, der sich in unterschiedlichen Formen äussern kann. Manche reagieren aggressiv, andere sind blockiert, wieder andere ziehen sich zurück oder werden zynisch. Auch wenn die Ängste und Sorgen der Mitarbeitenden für Sie nicht immer nachvollziehbar sind ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und den Mitarbeitenden Verständnis entgegen zu bringen. Unter Umständen löst sich die eine oder andere Situation durch ein solches Gespräch.

 

4.   Überzeugungskraft

Unter Umständen wurde die Veränderung von einer Hierarchiestufe weit über Ihrer initiiert. Trotzdem wird von Ihnen erwartet, dass Sie die Notwendigkeit der Veränderung überzeugend vermitteln können, auch wenn Sie sie selbst nur teilweise nachvollziehen können. Wie gelingt Ihnen das? Überlegen Sie, welche Argumente aus Ihrer Sicht für die Veränderung sprechen und wie Sie Ihre Mitarbeitenden überzeugen können, dass diese Veränderung einen Nutzen für Sie bringt. Scheuen Sie sich auch nicht davor zuzugeben, dass Sie etwas nicht wissen und sich bei Ihren Vorgesetzten nach den Details erkundigen müssen.

 

5.   Projektplanung & Prioritätensetzung

Ein Change Prozess zieht sich oft über mehrere Monate hin und will gut geplant sein. Es lohnt sich, vorgängig zu überlegen, wann welcher Schritt stattfinden soll und wie es bei veränderten Strukturen oder Prozessen möglich ist, das Alte und das Neue parallel nebeneinander herlaufen zu lassen. In manchen Fällen sind Sie als Führungskraft auch deshalb gefordert, weil Sie entscheiden müssen, was nun Priorität hat, wenn sich die Situation verändert. Ein gutes Projekt Management kann in solchen Situationen hilfreich sein und durch sauber geplante Meilensteine helfen, den Fortschritt im Change sichtbar zu machen.

 

Was auch immer Ihr nächstes Veränderungsprojekt sein wird; jeder Prozess verläuft anders und hält die eine oder andere Überraschung bereit. Wir hoffen, dass Sie die obenstehenden Tipps dabei unterstützen, den nächsten Change mit Gelassenheit anzugehen und dass es Ihnen gelingt, auf unverhoffte Situationen souverän reagieren zu können.